Ausbildungsmarkt NRW Mai 2017

Pressemitteilung von Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen - Pressestelle
Nr. 22 / 2017 – 31. Mai 2017


NRW-Ausbildungsmarkt im Mai:
Wenig Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt


Der Ausbildungsmarkt in NRW zeigte sich auch im Mai unausgeglichen. Von Oktober 2016 bis Mai 2017 bewarben sich landesweit 116.769 junge Leute auf eine Lehrstelle. 1.354 oder 1,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig ging die Zahl der bei den Agenturen für Arbeit gemeldeten Ausbildungsplätze um 456 oder 0,5 Prozent zurück. Im Schnitt kamen auf 100 Bewerber 81 Ausbildungsangebote.

„Unmerklich hat sich die Schere zwischen Angebot und Nachfrage wieder etwas weiter geöffnet“, sagte Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. „Die Zahl der Bewerber hat wieder etwas zugenommen, doch die Zahl der Angebote ist, wenn auch nur geringfügig, im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Hält man dagegen die Megatrends am Arbeitsmarkt, also hoher Qualifizierungsbedarf und gleichzeitig ein schneller Rückgang der Fachkräfte vor allem durch Altersabgänge, wäre zu erwarten gewesen, dass die Unternehmen sich verstärkt um Nachwuchs bemühen. Unternehmen, die sich jetzt gegen die Ausbildung entscheiden, müssen sich die Frage gefallen lassen, wie sie in Zukunft ihre Mitarbeiter finden wollen.“

Deutliche regionale Unterschiede auf dem Ausbildungsmarkt
Im Ruhrgebiet kamen im Mai auf 100 Bewerberinnen und Bewerber lediglich 67 Angebote. Im Münsterland und in Südwestfalen war die Situation nahezu ausgeglichen. „Regional gibt es zum Teil erheblich Unterschiede, doch das Gesamtbild in NRW – 81 Ausbildungsangebote auf 100 Bewerberinnen und Bewerber – kann nicht zufrieden stimmen“.

Schönefeld warb dafür, auch Bewerberinnen und Bewerbern eine Chance zu geben, die erst auf den zweiten Blick auf einen Ausbildungsplatz passen: „Ich bin davon überzeugt, Betriebe fahren besser, wenn sie nicht einseitig auf die optimalen Bewerber warten und Stellen dann vielleicht sogar unbesetzt lassen. Wer 90 Prozent des Anforderungsprofils abdeckt, hat gute Voraussetzungen, zum Vorteil seines Ausbildungsbetriebes, die Ausbildung erfolgreich zu absolvieren.“

Bewerberinnen und Bewerber ermutigte Schönefeld: „Immer noch gibt es rund 45.000 unbesetzte Stellen. Fast acht Prozent mehr als vor einem Jahr. Jede einzelne ist eine Chance“. Schönefeld riet, „auch einmal über den Tellerrand zu schauen. Gibt es attraktive Angebote in den Nachbargemeinden? Welche Ausbildungsberufe haben ähnliche Anforderungen und Inhalte, wie Ihr Ausbildungswunsch? Vielleicht ist da ja Ihr Beruf der Zukunft dabei, in dem Sie Erfolg haben werden!“

Bewerberinnen mit und ohne Alternative suchen noch Lehrstellen
116.769 Bewerberinnen und Bewerber haben sich seit Oktober 2016 bei den Agenturen für Arbeit in NRW gemeldet, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Das sind 1.354 junge Menschen oder 1,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von diesen gelten mittlerweile 65.428 als versorgt - das heißt:

• sie haben einen Ausbildungsplatz sicher in der Tasche. Im Mai waren das 27.981 Personen, 45 weniger als vor einem Jahr,

• sie haben sich als Bewerberinnen und Bewerber wieder abgemeldet, zum Beispiel um weiter zur Schule zu gehen oder ein Studium aufzunehmen. Die Zahl dieser Personen stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht um 604 auf 26.213 Personen,

• oder sie haben zwar eine Alternative zu einem Ausbildungsplatz, etwa eine Stelle für ein soziales Jahr, wollen aber an dem Ziel Ausbildung weiter festhalten. Im Mai galten 11.234 Bewerberinnen und Bewerber als „Bewerber mit Alternative“.

Als unversorgt oder ohne Alternative galten im Mai 51.341 junge Menschen, denen 45.404 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüberstanden – 3.229 oder 7,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Insgesamt wurden von Oktober bis Mai 94.940 Ausbildungsstellen gemeldet, im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang um 456 Stellen oder 0,5 Prozent.

Betrachtet man Angebot und Nachfrage insgesamt am Ausbildungsmarkt in NRW, errechnet sich für den Mai ein Verhältnis von 100 Bewerberinnen und Bewerber zu 81 Ausbildungsstellen. Vor einem Jahr lag das Verhältnis bei 100 zu 83. Im Mai suchten noch 51.341 junge Menschen einen Ausbildungsplatz. Dazu kamen weitere 11.234 Bewerberinnen und Bewerber, die eine Alternative hatten. Demnach suchten noch 62.575 junge Bewerberinnen und Bewerber aktiv in NRW einen Ausbildungsplatz: Auf 100 aktive Bewerberinnen und Bewerber mit und ohne Alternative kamen 73 Angebote.

Die meisten Bewerberinnen und Bewerber auf Ausbildungsplätze hatten im Mai einen Realschulabschluss – 45.026 Personen oder 38,6 Prozent. 34,6 Prozent oder 40.370 Personen hatten die Schule mit dem Fach- oder Vollabi abgeschlossen. 25.062 junge Menschen oder 21,5 Prozent bewarben sich mit einem Abschluss der Hauptschule. Nur 1,4 Prozent aller Bewerber hatten gar keinen Schulabschluss – 1.624 Personen.

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Quelle: Pressemitteilung Nr. 22/2017 von Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen - Pressestelle vom 31. Mai 2017

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