Ausbildungsmarkt NRW Juli 2016

Pressemitteilung von Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen - Pressestelle
Nr. 32 / 2016 – 28. Juli 2016

Ausbildungsmarkt NRW:
Noch 30.300 Ausbildungschancen

Mit Beginn der Sommerferien brechen die letzten Wochen bis zum Ausbildungsstart 2016 an. Die Lücke zwischen noch unbesetzten Ausbildungsplätzen und den Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, wird langsam kleiner. Kamen im Juni noch 0,85 freie Ausbildungsplätze auf einen suchenden Jugendlichen, so haben sich Angebot und Nachfrage im Juli auf 0,88 Ausbildungsplätze pro Jugendlichen angenähert. Den in NRW 34.285 noch suchenden Jugendlichen stehen 30.338 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber. Im Münsterland und in Südwestfalen gibt es weiter mehr unbesetzte Ausbildungsstellen als unversorgte Jugendliche.

„Die Hinweise auf das unverändert knappe Ausbildungsangebot in NRW dürfen nicht den Blick auf die 30.300 Ausbildungschancen verstellen, die Ende Juli noch zu besetzen waren. Kurz vor Beginn der betrieblichen Berufsausbildungen gibt es noch viele Angebote in fast allen Ausbildungsberufen und es kommen täglich Angebote dazu. Derzeit bewegt sich noch viel. Jetzt sind Aktivität, Flexibilität und Kompromissbereitschaft bei den Ausbildungsbetrieben und den Bewerbern gefragt“, kommentierte Christiane Schönefeld, Chefin der NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, die Ergebnisse des Ausbildungsmarktes am Donnerstag (28. Juli) in Düsseldorf.

Seit Oktober 2015 bis Juli 2016 erhöhte sich die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber, die bei den Agenturen für Arbeit und den Job Centern gemeldet sind, auf 126.407. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum waren das 2.022 Jugendliche weniger. Hier spiegelt sich der Rückgang der Schulabgängerzahlen. Dagegen sind die gemeldeten Berufsausbildungsplätze für das Ausbildungsjahr 2016 um 3.175 auf 102.625 im Berichtszeitraum gestiegen.

Von den Bewerberinnen und Bewerbern, die sich seit dem Oktober des vergangenen Jahres bei den Berufsberatungen der Agenturen für Arbeit gemeldet haben, gelten 92.122 oder knapp 73 Prozent als versorgt: Sie haben ihren Ausbildungsplatz gefunden (42.586 oder knapp 34 Prozent) oder sich für eine Alternative entschieden, gehen also weiter zur Schule, wollen studieren oder absolvieren zum Beispiel ein freiwilliges soziales Jahr. 36.208 oder knapp 29 Prozent der gemeldeten Bewerber haben sich nach der beruflichen Beratung nicht mehr bei den Agenturen für Arbeit gemeldet. 34.285 oder gut 27 Prozent suchen noch ihren Ausbildungsplatz.

Den 34.285 noch suchenden Jugendlichen standen im Juli 30.338 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber.

Wirtschaft und Verwaltungen meldeten im gleichen Zeitraum 102.625 Ausbildungsplätze, 3.175 oder 3,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für 30.338 Ausbildungsplätze wurde noch nicht der richtige Azubi gefunden.

„Die meisten noch freien Ausbildungsplätze eignen sich auch für Jugendliche mit Haupt- oder Realschulabschluss. Daher rate ich den Schülerinnen und Schülern, in engen Kontakt mit den Berufsberaterinnen und Berufsberatern zu bleiben“, so Schönefeld. Ausbildern rät Schönefeld, „dass bei Zweifeln, ob die Bewerberin oder der Bewerber die Ausbildung erfolgreich durchlaufen kann, die Angebote der Berufsberatung zu nutzen. Die reichen von finanziell geförderten Langzeitpraktika oder Einstiegsqualifizierungen über ausbildungsbegleitende Förderangebote bis hin zu assistierten Vermittlungen, in denen Coaches Betrieb und Azubi durch die Ausbildung begleiten.“


Berufe mit großem Angebot freier Ausbildungsplätze:

Die besten Chancen für das Ausbildungsjahr 2016/2017 noch einen Ausbildungsplatz zu finden, haben Jugendliche im Handel; die Verkäuferin/der Verkäufer führt im Juli die Top 10 der noch unbesetzten Ausbildungsplätze in NRW an, dicht gefolgt vom Kaufmann/-frau im Einzelhandel.

• 2.630 Ausbildungsplätze zur Verkäufer/-in
• 1.698 für Kaufleute im Einzelhandel
• 1.130 für Kaufleute – Büromanagement
• 1.027 für Fachverkäufer/in – Lebensmittelhandwerk – Bäckerei
• 914 für Köche und Köchinnen
• 800 für Friseure/innen
• 761 für Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r
• 685 für Fachkräfte – Lagerlogistik
• 661 für Handelsfachwirte (Ausbildung)
• 614 für Restaurantfachleute
• und 19.418 andere Ausbildungsberufe

Da geht also noch was bis zum Ausbildungsbeginn. Wichtig ist, dass man alle Möglichkeiten in die Entscheidung einbezieht und auch das Angebot in den Nachbarbezirken abfragt.

Im Münsterland und Südwestfalen sind unverändert mehr unbesetzte Ausbildungsstellen als unversorgte Jugendliche zu verzeichnen.

Interessant ist das Ausbildungsangebot nach wie vor in den NRW-Metropolen Köln, Düsseldorf und Bonn. Dort gibt es zum einen mehr Ausbildungsplätze als Bewerber, zum anderen sind dort auch vielfältiges Ausbildungsangebot zu finden.

Auch den Blick in das Münsterland, zum Beispiel nach Coesfeld/Borken oder nach Münster, nach Siegen oder in den Hochsauerlandkreis und nach Soest in Südwestfalen oder Paderborn in Ostwestfalen-Lippe lohnen, denn dort gibt es eine Vielzahl noch unbesetzter Ausbildungsplätze.

Eine starke Nachfrage nach Auszubildenden kommt aus dem Handel und der Gastronomie. Es ist schwer, junge Leute für eine Ausbildung in diesen Wirtschaftszweigen zu begeistern. Versorgungsprobleme der Jugendlichen, also die bisher erfolglose Suche nach dem Wunschberuf, bestehen z.B. in den Bereichen der Büroberufe und einige medizinischen Berufen. Eine kompakte Übersicht bietet hier der Ausbildungsatlas 2016 für NRW, der auf 65 Karten die Situation am Ausbildungsmarkt verdeutlicht.



Detaillierte statistische Daten der Agenturbezirke, Kommunen und NRW-Regionen sowie Grafiken stehen Ihnen hier bis zum 13. August zur Verfügung.

Die monatlichen Datenhefte zur Entwicklung des Ausbildungsmarktes von März bis Juli 2016 in NRW finden Sie hier.

https://www.arbeitsagentur.de/Ausbildungsatlas"

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