Ausbildungsmarkt NRW April 2017

Pressemitteilung von Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen - Pressestelle
Nr. 19 / 2017 – 3. Mai 2017


Ausbildungsmarkt NRW:
Nur im Münsterland und in Südwestfalen mehr Stellen als Bewerber


Die Situation am NRW-Ausbildungsmarkt zeigte sich im April weiter unausgewogen. 111.347 Bewerberinnen und Bewerben standen 91.054 freie Ausbildungsplätze gegenüber. Lediglich im Münsterland und in Südwestfalen gab es mehr freie Stellen als Bewerber. 50.385 Ausbildungsplätze waren noch unbesetzt.


„Auch in diesem Jahr ist die Zahl der Jugendlichen, die einen Ausbildungsplatz suchen höher als die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze“, beschrieb Christiane Schönefeld, Chefin der NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit die aktuelle Situation am Ausbildungsmarkt: „Schon jetzt ist die Nachfrage nach Fachkräften in NRW sehr hoch. Der beste Weg, die richtige Fachkraft zu finden, ist in die Ausbildung zu investieren.“


Im April 2017 suchten 111.347 junge Menschen mithilfe der Agenturen für Arbeit in NRW einen Ausbildungsplatz. Dies waren 2.140 Bewerberinnen und Bewerber oder 2,0 Prozent mehr als im April des Vorjahrs. Dem standen 91.054 freie Ausbildungsplätze gegenüber, 16 weniger als Vergleichsmonat des Vorjahres.


Den Ausbildungsplatzsuchenden riet Schönefeld zur Flexibilität: „Vielleicht gibt es in gut erreichbaren Nachbarstädten freie Plätze in der gewünschten Ausbildung. Wir empfehlen Bewerberinnen und Bewerbern auch, Alternativen zu prüfen. Es gibt viele Berufe, die ähnliche Anforderungen und Inhalte haben wie der Wunschberuf. In vielen Fällen kann auch die Berufsberatung helfen, eine passende Alternative zu entdecken. Oft kennen die Jugendlichen interessante Berufe nicht. Hier liegt eine weitere Chance zum Start in den Job.“


Ein Drittel der Bewerber mit Fachhochschulreife oder Abitur
Im April erhöhte sich die Gesamtzahl der Bewerberinnen und Bewerber um eine Ausbildungsstelle auf 111.347. Landesweit kamen auf 100 Bewerberinnen und Bewerber 82 Ausbildungsplätze. Das entsprach etwa dem Niveau des Vorjahres (100 zu 83).

Bis April hatten 22.064 Bewerberinnen und Bewerber ihren Ausbildungsplatz gefunden, 56.719 junge Leute waren noch auf der Suche, 1.832 Personen mehr als im April 2016.
Von den 91.054 gemeldeten Ausbildungsplätzen waren im April noch 50.385 unbesetzt, 3.336 mehr als vor einem Jahr. „Über 3.000 freie Ausbildungsplätze bedeuten über 3.000 Chancen auf Ausbildung. Die Unternehmen suchen heute ihre Fachkräfte von morgen. Jetzt kommt es darauf an, zueinander zu finden. Dabei sollten beide Seiten ihre Anforderungen noch einmal auf den Prüfstand stellen.“

Die schulische Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber hat sich weiter verbessert. Im Vergleich zum Vorjahr hatten mehr Bewerber die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife. Auch viele junge geflüchtete Menschen sind unter den Bewerbern. 4.119 jungen geflüchteten Menschen bescheinigten die Berufsberater der Agenturen für Arbeit jetzt schon die Ausbildungsreife. „Das bedeutet, dass diese Jugendlichen bereits in der Lage sind, Ausbildung und Berufsschule erfolgreich zu absolvieren. Besonders hier sind aufgeschlossene Arbeitgeber gefragt, um die Jugendlichen auch auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren“, so Schönefeld.

Ein Viertel der Bewerberinnen und Bewerber war älter als 25 Jahre. Hierunter zählten neben geflüchteten Menschen auch junge Erwachsene, die sich im Verlauf ihres Studiums doch noch für eine duale Ausbildung entscheiden. Immer mehr Studienzweifler wenden sich an die Agenturen für Arbeit, weil sie sich für eine duale Ausbildung mit ihren vielfältigen Chancen auf Aufstieg und Karriere interessieren.

Regionale Unterschiede in NRW
Gute Arbeitsmärkte erkennt man auch an einem großen Angebot an Ausbildungsplätzen. Vor allem Düsseldorf, Köln und Münster können punkten, die als Ausbildungsorte auch für das Umland attraktiv sind.

Die positive Lage am Arbeitsmarkt spiegelte sich im April in NRW auch in den Ausbildungsmärkten Münsterland und Südwestfalen. Dort gibt es bei den insgesamt seit Oktober 2016 gemeldeten Bewerbern und Ausbildungsstellen einen Stellenüberhang. Auf 100 Bewerber kommen im Münsterland 106 Ausbildungsstellen, in Südwestfalen 108.

In Ostwestfalen-Lippe (100 zu 82) und im Rheinland (100 zu 84), im Bergischen Land (100 zu 70) und im Ruhrgebiet (100 zu 67) sind die Chancen ungünstiger."

Quelle: Pressemitteilung Nr. 19/2017 von Agentur für Arbeit - Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen - Pressestelle vom 03. Mai 2017

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